Archiv für Oktober 2007

R.I.P. Lance Hahn!

lance hahn von J-Church ist gestorben! J-Church platten waren nie aus meiner albernen punk-sozialisation wegzudenken. lance war ein cooler typ den ich mal auf einer show kennenlernen konnte. er machte ein cooles und damals auch wichtiges label (honey bear records) – tja, und eben J-Church. die band mit unzähligen platten, cooler musik die ich nicht missen möchte und ich bin wirklich etwas traurig!

J-Church in kassel 2000



r.i.p. lance!

danke für panama, für tide of fate, für my favourite place und für alle diese anderen geilen songs!

wo herr apfel wohl genächtigt hat?

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NPD Fraktion im Sächsischen LandtagHerren H. Apfel und A. DelleBernhard-von-Lindenau-Platz 1 01067 Dresden Frankfurt, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7.November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.
Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.
Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde.
Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früherenBesuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter. In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir
mit freundlichen Grüssen

MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Johannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer
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die ritters wohnen doch nicht allzuweit weg oder? (mehr…)

mein österreich

der eine oder andere hat es vielleicht gemerkt. mich verbindet eine nationale obsession mit österreich. das alpenland hat es mir angetan. das lustige bergvolk fasziniert mich ungemein in seinem schaffen und tun. der österreicher wird seit einiger zeit in einer fersehreihe gefeatured, die voller perlen des alltags ist. von denen, die am gartenzaun lamentieren, die im tüll der eck-kneipe politisch analysen treffen. ja – mancher wird hier richtig feststellen, das gibt es auch bei uns. das ist ganz richtig, aber eben nicht in diesem herzzerreissend schönen dialekt. deshalb hier ein paar highlights aus den „alltagsgeschichten“. denn damit verbringe ich im moment einen nicht unwesentlichen teil meiner zeit.

als erstes präsentiere ich die donauinsulaner. der neckische dialog bewegt mich weniger, als das freikörperkulturelle setting des kleinen interviews, dass in einem streit mit schlabberndem penis gipfelt:

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schallplatten der letzten wochen!

seit der plattenvirus wieder voll zugeschlagen hat, hier mal was momentan neu an meinem regal lagert:

antitainment „nach der kippe pogo“
saugut! antitainment in bestform…eh eine meiner lieblingsbands!

108 „a new beat from a dead heart“
mal ohne scheiß – hat mich völlig aus den schuhen gehauen was die krishnas da aus dem vinyl blasen. die sind früher an mir vorbei gegangen – schade. eine der wütendsten platten die ich kenne.

glös „harmonium“
wurde mir vom adagio830-labelchef zugesteckt und hat sich als überraschung entpuppt! hammerplatte, klasse melodien und cooler style! kann ich kaum beschreiben!

funeral diner neue LP
sind wieder ganz die alten. klingt nach mitte 90er. cooles ding.

portugal the man, beide LP’s
beide cool – die zweite neuere ist ohne ende prog-rock. stehe auf kastraten-gesang.

dafür bin ich aber auch pleite ohne verficktes ende! 2007 war auf alle fälle ein jahr der besseren platten – aber auch von herben enttäuschungen, wenn ich mich an interpol oder killers erinner (kam die letzte killers lp dieses jahr?!).
auch noch dieses jahr folgendes:

hehehehe!

tanzen? und don‘t forget to breathe!

so. endlich. arbeitslos. und trotzdem zu tun wie bescheuert.
aber erstmal was anderes. seit jahren fasziniert mich tanzen. ich verstehe es einfach nicht. wahrscheinlich liegts daran, dass ich es einfach nicht kann. wobei es natürlich abstufungen gibt – muss selbst ich einsehen. erinnern wir uns an das pressure fest. da wurde die „wall of death“ tödlicher ernst. das ist nicht mein ding, abgesehen davon, dass es eh die bekloppteste erfindung überhaupt ist. aber lieber tote als nackte barfuss-hippies zu ska. ich bin etwas unentschlossen. zumindest im hip-hop scheint tanz einen sinn bekommen zu haben:

wichtiger als alles andere war mein gestriger besuch im „bis aufs messer“-recordstore in berlin. der einzige vernünftige plattenladen der welt. dort also wieder oma’s kohle auf den tisch gehauen. da habe ich in der raritäten-kiste tatsächlich den „don‘t forget to breathe“ smapler gefunden. den sampler, den ich vor jahren aus geiz und strenger blödheit habe stehen lassen. das ganze sah jetzt finanziell anders aus – heute ist der sampler gesucht und scheiß-teuer. mein portemonaie ist leer und auf aus den boxen quillt mapmaker von prozac memory! was für ein song!

nie wieder verfickte uni!

jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

käse?!

soeben hier gelesen, da habe ich was zu berichten:
ja. käse! ich war 7 jahre lang vegan. 7 jahre schiss ich auf käse. das lag daran, dass mir aus irgendwelchen gründen käse schon vor dem vegan-ausflug recht egal war. für mich war das normal. irgendwann begann ich pizza zu essen. beim italiener, der mich regelmäßig einliefern wollte wenn ich die frechheit besaß pizza ohne käse zu bestllen. er hatte recht. das ist wie ein chevy ohne V8, wie todesstarfe ohne galgen. wie mittelalter ohne schlechte klamotten. wie ska ohne scheißmusik. wie ein old-school song ohne singalong. ich frass dann die arme pizza ohne käse und wenn ich glück hatte, dann kullerte der belag nicht ganz von selbst von der pizza. irgendwann war der gedanke da, was sollte an der gelben melasse nur dran sein, die den belag auf der pizza hielt? eine margerita klärte das problem. ich frass sie heimlich auf meinem zimmer. ich wollte meinen veganen bruch erstmal für mich behalten.
seitdem habe ich eine unmenge käse und pizza verdrückt.

heute bin ich bekannt für eine ganz spezielle art von auflauf. vorab muss ich sagen das ich kochen hasse wie die pest. ich kann original 5 sachen kochen. alles andere schmeckt total scheiße und ich hasse es sowieso. mein auflauf besteht zu 80% aus käse, 20% nudeln. zu der mischung kam es, als ich feststellte, dass immer wenn es auflauf gibt da einfach total wenig käse dran ist. aber alle kloppen sich halb die fresse ein um an den käse zu gelangen. aber keiner dieser ganzen idioten kommt mal auf die idee dann halt viiiiel mehr käse zu benutzen?! wenn ich meinen mache, dann heißt es meist „hohohohoho, ist das viel käse!“
gut so!

Hardcore

Da ich mich in letzter Zeit so selten zu Wort gemeldet habe, gebe ich nun Auskunft darüber, womit ich mich beschäftigt habe. Das war zwar nicht das einzige Thema, aber ich will euch nicht mit dem frühmittelalterlichen Isidor oder der Überschwemmung in Hamburg 1771 belasten. Also lest selbst.

Kritischer Forschungsstand
Die “Jugendkultur” Hardcore fand bislang in der Wissenschaft nur geringe Aufmerksamkeit, vermutlich aufgrund ihrer vergleichsweise stilistischen Unauffälligkeit. Es existiert ein empirisches und theoretisches Forschungsdefizit. “Hardcore ist die vom Popdiskurs gemiedene Nische”, so zu lesen in der Jungle World vom 29.03.2006. (mehr…)